Arbeitszeit: keine
Unterbrechungen: keine
Mittagessen: selbstgemachtes Salami-Käse-Sandwitch
Neues Getränk probiert: Gletscherwasser - na Bledsinn - nix neues probiert
Dazuglernt: Russische Wörter (von Kirill): Halstuch, Butterbrot, Schlagbaum und Alpenstock.
Heute früh gings los zum Ausflug zum Mount Rainier, einem fast 4400 m hohen Schichtvulkan im Mount Rainier Nationalpark. Der Berg ist ab knapp 2000 m mit Schnee und Gletschern bedeckt. Genau das wollten wir uns ansehen. Also habe ich Andreas und Kirill abgeholt und wir sind mal ungefähr in die Richtung des Berges gefahren, da man ihn ohnehin von weit und breit sehen kann.
Zum Glück hatte Andreas eine Karte mitgenommen, so haben wir dann relativ zügig hingefunden. Die Fahrt dauerte knapp über eine Stunde. Die letzten 5 Meilen bis zum Startpunkt des Wanderweges gingen über einen Forstweg durch den Wald, der mehr einem Urwald als sonstwas glich. Da das Wetter heute ausgesprochen schön war, und es die letzten vier Wochen nicht geregnet hat, war die Strasse so trocken, dass mein Leihwagen nun aussieht als wär ich durch die Wüste gefahren:

Nach einem kurzen Besuch des örtlichen Plumsklos begann die 12 km lange Bergwanderung, entlang des Carbon River über 500 Höhenmeter hinauf zum Carbon Gletscher. Der Wanderweg führt mitten durch Urwaldartige Waldgebiete mit hunderte Jahre alten Bäumen:

Um die kleineren Bächlein zu überwinden werden dort keine Brücken gebaut, da die jährliche Schneeschmelze diese ohnehin wegspülen würde. Es werden ganz einfach Bäume gefällt, über die die Wanderer geschickt werden:

Da der Carbon River momentan kaum Wasser führt, sieht das Flussbett wie eine Steinwüste aus:

Zwischendurch kommt man immer wieder mal an kleinen aber nichts desto trotz beeindruckenden Wasserfällen vorbei:

und sieht mal den immer näher kommenden Mount Rainier:

Nach zwei drittel des Hinwegs mussten wir das Tal über diese Hängebrücke überqueren:

Die Warnung an der Brücke macht einem nicht wirklich viel Mut zur überquerung:

Die überquerung war dann auch extremst wackelig, man hatte wirklich das Gefühl man geht über ein Trampolin, so stark hat die Brücke gewackelt. Da ich erst morgen wieder im PRO Club trainieren werde habe ich zwischendurch mal ein paar Steine gehoben 

Endlich waren wir dann nach knapp zweieinhalb Stunden Wanderung verschwitzt am Fuße des Carbon Gletschers angekommen. Das ist die Gletscherzunge, die von Staub und Steinen bedeckt ist und deshalb so schwarz aussieht:

Der Rückweg ging über eine andere Route, die durch einen märchenhaften verwachsenen Wald führte, in dem alles von Moos überwachsen war und sogar die Bäume Bärte haben:


Der Rückweg führte nicht mehr über die Hängebrücke sondern über diese, nicht minder gefährliche Baumstammbrücke: (das Wasser schwappte immer wieder mal über die "Brücke")


Zusammenfassend kann ich nur sagen, dass der Mount Rainier Nationalpark eine wahnsinnig schöne Gegend ist und dass jeder der irgendwann hier in die Nähe kommt unbedingt eine Wanderung in diesem Gebiet machen sollte!
Btw, ich hab mich entschlossen, nächste Woche den amerikanischen Führerschein (zumindest mal fürs Auto) zu machen.